Jamie Carragher hat diese Woche für Aufsehen gesorgt, indem er andeutete, dass Mohamed Salah noch einen großen europäischen Wechsel vor sich hat und dem Lockruf der Saudi Pro League widerstehen wird. Und ehrlich gesagt, das macht viel Sinn. Salah ist nicht nur ein Torschütze; er ist eine globale Marke, ein echter Superstar, der mit 31 Jahren immer noch das Zeug dazu hat, einen Champions-League-Anwärter zu beeinflussen. Er jagt nicht den letzten Zahltag; er jagt das Vermächtnis.
Denken Sie darüber nach. Seit seiner Ankunft in Anfield im Jahr 2017 für eine damalige Vereinsrekordsumme von 34 Millionen Pfund hat Salah in 349 Einsätzen 211 Tore erzielt. Das ist eine lächerliche Ausbeute. Er hat dreimal den Premier League Golden Boot gewonnen, die Champions League, den Premier League Titel, den FA Cup, den League Cup – alles. Letzte Saison, selbst in einer Übergangsphase bei Liverpool, erzielte er immer noch 25 Tore und 13 Assists in allen Wettbewerben. Das sind keine Zahlen eines Spielers, der sich in einer weniger wettbewerbsintensiven Liga in den Ruhestand verabschieden möchte. Seine Fitness ist erstklassig, seine Geschwindigkeit bereitet immer noch Probleme, und sein Abschluss bleibt klinisch. Er ist keineswegs eine verbrauchte Kraft.
Die Verlockung Saudi-Arabiens ist unbestreitbar, besonders für Spieler Mitte 30. Cristiano Ronaldo hat den Trend ausgelöst, gefolgt von Karim Benzema, Neymar und unzähligen anderen. Das angebotene Geld ist astronomisch und übertrifft oft das, was selbst die größten europäischen Vereine zahlen können. Wir sahen Berichte, dass Al-Ittihad Salah letzten Sommer einen Vertrag im Wert von über 150 Millionen Pfund jährlich anbot, eine Summe, die ihn zu einem der bestbezahlten Athleten der Welt machen würde. Für viele ist das ein Angebot, das man nicht ablehnen kann.
Aber Salah ist anders. Sein Ehrgeiz schien schon immer über den reinen finanziellen Gewinn hinauszugehen. Er blieb jahrelang bei Liverpool, selbst als Real Madrid und Barcelona ihn umwarben, weil er etwas Besonderes aufbaute. Sein Agent, Ramy Abbas Issa, hat immer hart verhandelt, aber es ging immer darum, die richtige Passform, die richtige Herausforderung zu finden. Jetzt nach Saudi-Arabien zu gehen, fühlt sich wie ein Eingeständnis an, dass seine europäischen Top-Tage vorbei sind, und ich sehe Salah einfach noch nicht diese Zugeständnisse machen. Er will eine weitere Chance im Champions-League-Finale, ein weiteres Golden-Boot-Rennen gegen die besten Verteidiger der Welt. Im Ernst: Er möchte noch ein paar Jahre im selben Atemzug wie Mbappé und Haaland genannt werden.
Wenn Carragher Recht hat, und ich denke, er hat Recht, wo landet Salah dann? Die offensichtlichen Kandidaten sind die Giganten der La Liga oder vielleicht eine Rückkehr in die Serie A, obwohl das weniger wahrscheinlich erscheint. Real Madrid hat Salah immer bewundert, und da Luka Modric sich dem Ende nähert und Toni Kroos bereits zurückgetreten ist, suchen sie immer nach Starpower. Stellen Sie sich vor, Salah würde sich mit Vinicius Jr. und Jude Bellingham zusammentun – das ist eine beängstigende Aussicht für jede Abwehr. Barcelona, mit ihren finanziellen Problemen, könnte schwierig sein, aber sie finden immer einen Weg, um für eine große Verpflichtung zu sorgen.
Eine weitere interessante Option könnte Paris Saint-Germain sein. Da Kylian Mbappé weg ist, haben sie eine riesige Lücke in Bezug auf Starpower und Torproduktion zu füllen. Salah könnte direkt einsteigen und zum Mittelpunkt ihres Angriffs werden, um sie möglicherweise endlich zu der schwer fassbaren Champions-League-Trophäe zu führen. Hier ist meine gewagte These: Salah zu PSG zu gehen und dort die Champions League zu gewinnen, würde sein Vermächtnis weitaus mehr festigen als jeder Wechsel in die Saudi Pro League es jemals könnte. Das ist eine größere Aussage.
Meine kühne Vorhersage: Salah unterschreibt nächsten Sommer einen Zweijahresvertrag bei Real Madrid und fügt seiner bereits glänzenden Vita einen La Liga-Titel und eine weitere Champions League hinzu.